Test: Ninja Village

Test: Ninja Village

Nachdem Kairosoft mit Dream House Days und Beastie Bays zwei kostenlose Spiele veröffentlicht hat, ist die neuste Kreation Ninja Village wieder kostenpflichtig. Ob Kairosoft damit auch wieder zur alten Stärke zurückfindet, könnt ihr im ausführlichen Test nachlesen.

The Last Samurai

Ninja Village ist im japanischen Spätmittelalter angesiedelt. Japan ist in mehrere Shogunate aufgeteilt, welches jeweils von einem Clans beherrscht wird und diese sich untereinander bekriegen.
Zu Beginn des Spiels könnt ihr den Namen eures Clans und des verwalteten Areals festlegen. Das Areals erinnert an ein kleines Dorf und ihr besitzt bereits einige Dorfbewohner, welche in Hütten leben und Felder bewirtschaften. Nach einer kurzen Einführung erlangt ihr Zugang zur Landkarte und seht dort alle angrenzten Shogunate, welche ihr  angreifen könnt.
Das Kampfsystem erinnert ein wenig an den Film The Last Samurai kombiniert mit Kairobotica. Euch steht eine Armee aus den 4 Einheitentypen Infanterie, Bogenschützen, Kanoniere und Kavallerie zur Verfügung. Die Infanterietruppen sind die billigsten Einheiten und stellen das Rückgrat eurer Armee dar. Die Bogenschützen und Kanoniere dezimieren die feindliche Truppe aus der Ferne, während die Kavallerie frontal in die gegnerischen Massen stürmt. Zusätzlich könnt ihr noch eine bestimmte Anzahl an Dorfbewohnern mitnehmen, die besonders stark sind und den Einheiten Bonis verleihen können.
Jeder Kampf umfasst maximal drei Runden. Zuerst beschießen sich die Fernkämpfer der beiden Armeen gegenseitig, danach stürmt die Infanterie aufeinander zu und zum Abschluss rennen die Berittenen auf einander zu, wobei diese immer heftige Verluste hinnehmen müssen. Erleidet kein Heer innerhalb der drei Runden eine vernichtende Niederlage, geht die Begegnung unentschieden aus.

Kontinuierlicher Fortschritt

Gewinnt ihr dagegen den Kampf, habt ihr die Region annektiert und erhaltet Geld und Gegenstände als Belohnung. Die Gegenstände sind häufig Landerweiterungen, mit den ihr die Grenzen eurer Region erweitern könnt oder Schriftrollen, welche ihr für die Erforschung neuer Gebäude benötigt. Mit der Ausrüstung könnt ihr die Einwohner, die ihr in den Kampf schickt, stärken. Hier beweist Kairosoft wieder Humor, da ihr auch Tiere, wie Bären oder Schweine, als Accessoire auswählen könnt und diese euch in die Schlacht begleiten. Neu Gebäude sind zum Beispiel Sägewerke oder Depots, mit denen ihr Holz und Eisen aus nahegelegenen Wäldern und Minen abbauen und lagern könnt. Diese könnt ihr neben den Feldfrüchten in Tee- ,Kleidung- ,Werkzeugläden oder Schmieden weiterverarbeiten. Mit der Zeit besuchen immer mehr Händler euer Dorf und kaufen die Waren. Das Geld benötigt ihr auch dringend, da es eine ständige Mangelware ist. Wenn ihr gerade keine neue Ausrüstung kauft, neue Bewohner anwerbt oder Gebäude erforscht, rüstet ihr eure Armee auf. Die Verluste während einer Schlacht werden nämlich automatisch wieder aufgefüllt, allerdings hat jeder Waffengattung eine Maximalgrenze an Einheiten. Um diese Grenze zu erhöhen benötigt ihr eine Menge Geld.
Leider kann es vorkommen, dass ihr kein feindlichen Shogun mehr besiegen könnt, weil euer Herr zahlenmäßig noch zu stark unterlegen ist und ihr deshalb warten müsst bis ihr genügend Geld gesammelt habt, um mehr Einheiten in die Schlacht führen zu können. Um die Wartezeiten zu verkürzen, könnt ihr Trainingskämpfe gegen einen Mock-Shogun bestreiten, welcher mit jeder Niederlage stärker wird.

Massenschlachten

Natürlich hat Kairosoft nichts an der Grafikengine geschraubt und bleibt den markanten 16Bit-Stil treu. Eine für Kairosoft epische Neuerung gibt es dennoch. Ihr könnt endlich bequem auf die Breitbildansicht wechseln und diese Ansicht kommt vor allem in den Schlachten, wenn die Kamera über beide Heere schwenkt, gut zur Geltung. Auch außerhalb der Schlacht ist Ninja Village schön anzusehen, da relativ schnell Leben in euer Dorf einkehrt und die Einwohner und Händler ständig in Bewegung sind.
Des weiteren kann man im Optionsmenü auswählen, ob man lieber Wert auf Performance oder Grafik legt. Ich habe mich jedoch nicht getraut die Priorität nicht auf Grafik zu legen.
Dennoch muss ich erwähnen, dass mein S2 schnell heiß wurde und die App ordentlich am Akku  gezogen hat.

Kein normales Strategiespiel

Dafür, dass das Spiel 3,80€ kostet, muss man während des Spielens keine nervigen Wartezeiten hinnehmen. Ich habe schon zahlreiche Strategiespiele für Android heruntergeladen, aber keins konnte mich lange fesseln bzw. überhaupt begeistern, da sie fast alle gleich aufgebaut sind. Steigere das Level der Farm von 6 auf 7, warte 8 Stunden, baue 100 Speerträger, warte 50 Minute, starte die Schlacht, warte 1 Stunde etc. Wer nicht warten will, bezahlt. Die einzige Wartezeit bei Ninja Village besteht darin Geld zu erwirtschaften, was aber nur im Minutenbereich liegt.

Wer andere gute Strategiespiele kennt, die nicht den beschriebenen Schema entsprechen, kann mir gerne ein Kommentar hinterlassen.

Fazit

Wer bereits meinen Blog länger verfolgt, weiß bereits, dass ich ein treuer Kairosoft-Fan bin, jedoch haben mich Dream House Days und Pyraplex nicht wirklich begeistern können. Deshalb bin ich froh, dass Ninja Village, meiner Meinung nach, nach Dungeon Village das beste Spiel aus dem Haus Kairosoft ist. Die Spielidee ist neu und der Aufbau des Dorfes, das Bekämpfen der Shogune und Ausrüsten und Trainieren der Dorfbewohner gehen nahtlos in einander über. Leider hat man das Spiel relativ schnell durch. Am Ende wird serientypisch eine Highscore berechnet, die man beim 2. und 3.Neustart toppen kann.

Erforderliche Androidversion: 1.6+
Preis: 3,80€
Getestete Spielversion: 1.0.4
Größe: 6,1MB
Sprache: Deutsch
Webseite: http://kairopark.jp/android/en/
Donwload (Playstore): Ninja Village

Ein Gedanke zu “Test: Ninja Village

  1. Hiya! I simply want to give an enormous thumbs up for the good data you have right here on this post. I shall be coming back to your blog for extra soon.

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